HydroDefine
JGU Mainz Deep-Tech-Spinoff
⚡ Wasseraufbereitung aus Abwärme

Wasser wurde bisher gezwungen.
Jetzt wird es angezogen.

Wir nutzen bisher ungenutzte Niedertemperatur-Abwärme (~55 °C), um einen Prozess der Forward Osmose mit festen thermoresponsiven Hydrogelen anzutreiben. Aus Wärme, die sonst verloren ginge, wird sauberes Nutzwasser.

Dasselbe Hydrogel, mit Wasser gequollen, in einer dunklen Laborschale
Dasselbe Gel, mit Wasser gequollen. Laboraufnahme, JGU Mainz.
> 99 %
Salzrückhalt
Im Labor bestätigt
1.4 LMH
Wasserfluss
Auslegungswert, berechnet bei 2 g/L NaCl
~55 °C
Entquelltemperatur
des Hydrogels
TRL 3
Aktueller Stand
Prinzip im Labor validiert

Das Prinzip: von Strom zu Abwärme

Statt Hochdruckpumpen oder energieintensiver thermischer Verdampfer verlagert HydroDefine die primäre Energiequelle auf ungenutzte industrielle Abwärme. Pumpen und Steuerung benötigen weiterhin Strom.

Das trockene Gel vor dem Zyklus

Das trockene Gel, vor dem Zyklus

Dasselbe Gel, mit Wasser gequollen

Dasselbe Gel, mit Wasser gequollen

Nach der Wärmezufuhr das entquollene Gel

Nach der Wärmezufuhr, das entquollene Gel

Echte Laboraufnahmen des Hydrogels, JGU Mainz.

1. Festes Hydrogel als Zugmedium

Ein immobilisiertes, festes thermoresponsives Hydrogel zieht sauberes Wasser durch eine semipermeable Forward-Osmose-Membran aus einem verschmutzten Strom, mit minimaler Rückdiffusion.

2. Freigabe bei niedriger Temperatur (~55 °C)

Mit standortverfügbarer Abwärme bei ~55 °C entquillt das Hydrogel und gibt das aufbereitete Wasser frei. Danach beginnt der Kreislauf erneut.

3. Eine neue kommerzielle Klasse

Nach unserem Kenntnisstand entwickeln wir das erste kommerzielle Forward-Osmose-System mit einem festen Hydrogel als Zugmedium, das die wirtschaftliche Lücke zwischen Umkehrosmose und teurer Eindampfung schließt.

Interaktive Zyklus-Vorschau
Wärmeeintrag: Umgebung (osmotische Quellung)
Phase 1: Osmotische Aufnahme Umgebung
💧
Gequollenes Gel
Osmotischer Druck zieht sauberes Wasser in die feste Hydrogel-Matrix, mit minimaler Rückdiffusion.

Einordnung und Position

Für die Lücke, in der die Umkehrosmose an ihre Grenzen stößt und thermische Verdampfer wirtschaftlich unrentabel werden.

Hochdruck-Umkehrosmose

Stromintensiv

Benötigt hohen hydraulischen Druck und elektrische Leistung. Anfällig für organisches und chemisches Fouling der Membran bei komplexen industriellen Abwasserströmen.

⚠️ Hohe Betriebskosten durch Strom und Fouling
HydroDefine

Angetrieben durch Abwärme

Nutzt Abwärme am Standort bei ~55 °C. Arbeitet mit festen Hydrogelen bei umgebungsnahem osmotischem Druck und reduziert Fouling und Strombedarf.

✨ Abwärmegetrieben (~55 °C)
Thermische Verdampfer

Hoher Energie- und Investitionsbedarf

Wirksam, aber sehr teuer in Bau und Betrieb. Benötigt Dampf oder Hochtemperaturwärme, was die Aufbereitung niedrigsaliner Ströme unwirtschaftlich macht.

⚠️ Hohe Investitionen und Hochtemperaturdampf
Wo es passt

Typische Anwendungsfälle

HydroDefine passt dort, wo zwei Bedingungen zusammenkommen: ungenutzte Abwärme am Standort und Strom, der teuer oder in der Leistung begrenzt ist. Es ist kein allgemeiner Ersatz für die Umkehrosmose.

🔄

Prozess- und Spülwasser-Rückgewinnung

Rückführung großvolumiger, niedrigsaliner Spülströme direkt am Entstehungsort. Senkt Frischwasserverbrauch und Abwassermengen in der Fertigung.

• Wasserkreislauf und Kostensenkung

Nutzung thermischer Abwärme

Bisher ungenutzte Niedertemperatur-Abwärme (~55 °C) aus Kühlkreisläufen, Kondensatoren oder Abgasströmen wird zur Triebkraft der Wasser-Rückgewinnung.

• Wertschöpfung aus Abwärme
🛡️

Fouling-anfällige verdünnte Abwässer

Ein Zielfall für HydroDefine: komplexe Abwässer mit hoher organischer oder biologischer Last, bei denen Standard-Hochdruck-Umkehrosmose mit starkem Scaling oder schnellem Fouling kämpft.

• Fouling-Toleranz (Fokus Phase I)
🔌

Leistungsbegrenzte Standorte

Kontinuierliche Wasseraufbereitung für Standorte mit strengen Grenzen der elektrischen Anschlussleistung oder hohen Spitzenlasttarifen, indem der Hauptenergiebedarf auf Abwärme verlagert wird.

• Geringere elektrische Last
Interdisziplinäres Team

Fünf Menschen. Eine neue Klasse der Wasseraufbereitung.

Spinoff-Team aus der Physikalischen Chemie der Polymere an der JGU Mainz. Von der molekularen Idee zur industriellen Wirklichkeit.

Martin Wermuth

Martin Wermuth

Unternehmen und Strategie

Designierter Geschäftsführer

Prof. Dr. Sebastian Seiffert

Prof. Dr. Sebastian Seiffert

Polymerphysik

Designierter CTO / Professur JGU

Sebastian Seitel

Sebastian Seitel

Hydrogel-Leitung

Hydrogel-Entwicklung

Dr. Anupam Das

Dr. Anupam Das

Membran-Leitung

Membran-Entwicklung

Christian Freiberger

Christian Freiberger

Anlagentechnik

Hardware und Industrialisierung

Kontakt

Interesse an unserer Technologie oder an einer möglichen Zusammenarbeit? Schreiben Sie uns direkt.

Kontakt aufnehmen

E-Mail: martin.wermuth@hydrodefine.de

JGU Mainz Spinoff, in Gründung
Werdegang

Entwicklungs- und Förderweg

Seit 2021
Entwicklung an der JGU Mainz, Arbeitsgruppe Prof. Dr. Seiffert.
BMBF-Projekt
2021 bis 2024 abgeschlossen; Grundlage der heutigen Materialbasis.
SPRIN-D-Validierung
Laufender Validierungsauftrag; Folgefinanzierung angestrebt.
EXIST-Forschungstransfer
Antrag in Vorbereitung; Ziel: Vollzeitteam und 1-m³-Demonstrator ab 2027.